Kinotip

Gestern abend die zu Recht komplett ausverkaufte Vorstellung von 7 Brüder gesehen. Toller Film. Aus 56 Stunden (schön gefilmtem) Interviewmaterial wurden 86 Minuten zusammengestellt, in denen die 7 Brüder (Jg. 1929 bis Jg. 1945) ihr Leben spannend und witzig erzählen.

Großes Kino! Hingehen! Ansehen! *

Bloß nicht warten, bis der mal im ZDF (Das kleine Fernsehspiel hat mitproduziert) läuft. Weil das wirklich ein KINO-Film ist (den zweiten Blick kann man dann ja noch immer auf die Glotze werfen).
Naja, und ich kann es dann doch nicht vermeiden, in diesem Zusammenhang Eberhard Fechner zu nennen. Durch ihn habe ich die Welt des Interviewfilms (des Fechner-Films???) entdeckt.
* (Hier gibt’s die Kino-Termine.)

Würste, hört die Signale!

Gefragt, ob auch er sich selbst einen Job als Würstchenverkäufer vorstellen kann, erklärte (so der SPIEGEL) der zuletzt scharf kritisierte SPD-Generalsekretär Olaf Scholz: „Ich fände das in Ordnung.“

Sozialdemokraten einst und jetzt

Wie hieß es doch schon immer: „Wer hat Euch gebraten? Sozialdemokraten!“ Noch ein Grund mehr, kein Fleisch zu essen… Und wünschen uns auch von ihm, was wir uns vom Kanzler wünschen: „Na, dann mach doch!“
Nachtrag: Auch Wolle Clement is heiß auf Würstkens. Sacht er innen Focus. Deutschland, einich Würstkenlant, oda watt getz?

eine echte kapuzinerpredigt

Bild-Schlagzeile Neulich hörte ich es in einem alten Höfer-Frühschoppen: „Das war jetzt mal eine echte Kapuzinerpredigt.“ Und heute brachte es der Kapuziner Bruder Paulus auf den Punkt, als ihm zur BILD-Schlagzeile folgende Jesaja-Stelle einfiel:
Die Wächter des Volkes sind blind, sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, sie können nicht bellen. Träumend liegen sie da und haben gern ihre Ruhe. Aber gierig sind diese Hunde, sie sind unersättlich. So sind die Hirten: Sie verstehen nicht aufzumerken. Jeder geht seinen eigenen Weg und ist ausschließlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht. (Jes 56,10f.) *
Interessant wird, ob die anderen Medien darauf reagieren. Immerhin scheint dieser „unverschämte Plan“ schon seit einiger Zeit im Parlamentsraum zu hängen, schließlich berichtete die taz schon am 9.10.03 mit einer Seitenbemerkung vom angeblichen Initiator, dem SPD-Abgeordneten Willi Rothley, der sich in letzter Zeit scharfer Angriffe wegen allzu selbstgefälliger Äußerungen zur Diätenerhöhung der Parlamentarier erwehren musste.
* Paulus‘ ganzen Kommentar gibt es hier.

Gestern im Tatort

In dem gestrigen, ziemlich witzigen und bestens zur Buchmesse passenden Tatort (die haben ein prima Archiv, mit KommissarInnen, die ich komplett vergessen habe) gab’s ja ne ziemlich witzigen Dialog, zwischen Sandra Borgmann als introvertierte Autorin und dem Herrn Kommissar Leitmayr:
„Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“ – „Ist das von Ihnen?“ – „Das ist eine kollektive Erinnerung.“

Tja, wohl nicht, wenn’s dem Herrn Kommissar nicht mal einfällt. Der ganze Text hier.

Voll geluhst

Wenn ich bei Günther J. sein Quiz folgende 100.000€-Frage bekommen hätte, wäre ich wohl ohne die Kohle nach Hause gegangen (und ob mir der Publikumsjoker geholfen hätte?):
Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute im Weinberge. Er antwortete aber und sprach: Ja, Herr! und ging nicht hin. Und er ging zu dem anderen und sprach gleich also. Der antwortete aber und sprach: Ich will‘s nicht tun. Danach reute es ihn, und er ging hin. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan?
A Sohn 1

B Sohn 2
„Voll geluhst“ weiterlesen

Mahlzeit!

Rezeptkarte Bei random items gerade entdeckt: Der Charme alter Rezeptkarten. Eine der schönsten ist für mich immer noch die Abbildung von mit Mayozeugs gefüllten Tomaten aus den 60ern – damit wurde ich schon als Kind konfrontiert. Diese Farben sind irgendwie sexy.

So geht's doch auch

buecherzerfetzerStatt des ewigen Lesen!-Gesülzes: Gerade versenkten Roberto Capellutti und Michi Herl in der late lounge qualifiziert 80% der Spiegel-Bestseller-Liste in der Ablage C.
Und n Weblog ham die auch 🙂

Lesen gefährdet Ihren Hausrat

Gestern hatte ich ja schon Zweifel am Besserungscharakter des Lesens geäußert. Und beim Bohei um Bohlen, Naddel und Effe war mir ums Leseverständnis bang. Und heute sehe ich mit Schrecken, daß Bohlen-LeserInnen offensichtlich sogar von der kompletten Verblödung bedroht sind: Diese weiß nicht nicht mal mehr, daß man die Armaturen nicht nur zum An-, sondern auch zum Abstellen des Wassers nutzen kann… *

Bertelsmann-Club-Werbung

* Den Spot kann man hier als wmv ansehen, in guter Qualität für ISDN/DSL- oder nicht ganz so gut für 56k-Verbindungen.
P.S. Gerade gehört: Bohlens Erstling hat sich bisher 800.000 Mal verkauft. Sind wir also doch wieder eine kulturnation der Dichter und Denker!