Hoerspieltip

Am 4. 9. 2007 laeuft um| 20:05 Uhr auf WDR 5 das Hoerspiel „20 Zigaretten“ von Marcy Kahan.
So kurz nach dem Inkrafttreten des Anti-Rauchergesetzes eine interessante Programmentscheidung:
Aus der Programmankuendigung:
„Eine Zigarette ist das vollstaendige Urbild des Genusses: Sie ist koestlich und laesst uns unbefriedigt.“ Dieser Meinung seines Namensvetters Oscar Wilde schliesst sich der 59-jaehrige Oscar Klavier uneingeschraenkt an. Denn Oscar raucht – viel und gerne und mit Stil. Eigentlich ist Rauchen das Einzige, was der britische Gentleman und Lebenskuenstler wirklich gut kann. Schon im Alter von zehn Jahren bescheinigt seine Mutter ihm ein Naturtalent, und seitdem sind die Zigaretten fester Bestandteil von Oscars Leben. Doch davon gilt es sich nun zu verabschieden: Seine grosse Liebe Suki will ihn nur heiraten, wenn er dem Rauchen abschwoert. Widerwillig begibt er sich also in eine Privatklinik, um sich der sogenannten „20-Zigaretten-Methode“ zu unterziehen: Anhand der 20 wichtigsten Zigaretten im Leben des Patienten wird dessen Biografie aufgerollt. Fuer Oscar beginnt eine Reise durch die Vergangenheit. Frauen und Jobs kamen und gingen – aber warum war sein Freund Milo ihm immer eine Zigarettenlaenge voraus? 20 Zigaretten spaeter lichtet sich der Rauch und Oscar sieht klarer.
Marcy Kahan, in Montreal (Kanada) geboren, lehrt an der Universitaet von Oxford englische Literatur. Als Schriftstellerin arbeitet sie fuer Rundfunk, Theater, Film und Fernsehen und wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Der WDR produzierte zuletzt ihr Kriminalhoerspiel „Tod in Las Vegas“ (2006).
Mit Lorenzo Liebetanz, Jona Mues, Dietmar Mues, Davide Brizzi, Hans Loew, Juerg Loew, Michael Evers u.a.
Redaktion: Natalie Szallies

Zielgruppe doesn't exist anymore, Baby

Der Begriff vom „Bildungsstand“ macht seinem Namen inzwischen selbst in den sich selbst so definirenden besseren Kreisen alle Ehre, denn statisch-dümpelnder geht’s nimmer.
Eklatant, daß in einer zielgruppenorientierten Sendung Zielgruppenwissen nicht mehr vorhanden ist.
So gab es beim Büchermagazin von br2 keine einzige richtige Einsendung zur Frage nach dem inzwischen wohl gänzlich unbekannten Jonathan Swift. Und auch im WDR-Literaturmagazin blieb die Frage nach Sandor Petöfi, demungarischen Nationaldichter, ohne Antwort – es kamen sogar Klagen, daß diese Frage doch zu schwer gewesen sei.
Die neue Gutbürgerlichkeit, so scheint es, beschränkt sich in erster Linie darauf, sich durch artige Manierchen sowie die richtige Kleidung und Lifestyle zu definieren und „Distinktion“ mit feinem „c“ zu sprechen.

R.I.P.

Nach seinem scharfen Protest gegen das Gerling-Bürohochhaus am Koelner Friesenplatz als „Gigantomanie des Kapitals“ und „Kriegserklaerung gegen die Umwelt“ verwundert es nicht, dass Ralph Giordano nun auch gegen die Bauplaene der Koelner Moschee als „Kriegserklaerung gegen die Umwelt“ protestiert.
Soeben erreicht uns die Meldung, dass RG nie gegen den Gerling-Bau protestiert hat. Ach so. Na dann.

Mal wieder weg

Karikatur - Urlaub zu zweit

Wieder drei Wochen ohne Internet und Glotze. Und danach frage ich mich dann immer, warum ich nach dem Urlaub immer so schnell in die schlechten Gewohnheiten zurueckfalle…

Hundehasser

Ein Artikel wird in der taz-Printausgabe auf S.1 mit

Unser Korrespondent in Frankfurt findet den Stadthund eine überflüssige Kreatur. Warum, erklärt er auf S. 9

angekündigt.
Ich finde Deutsch eine schwere Sprache. Warum, erklärt jede deutsche Grammatik.
Und der Artikel ist von trübsinnigster Spießermeinerei zum Thema „Hund in der Stadt“ gesättigt, die & das schon vor 30 Jahren nicht mehr originell war.

Sehr alte Schule

Der Brief eines alteingesessenen Bremer Cigarrenhändlers endet mit:

„… und verbleiben, stets gern für Sie beschäftigt, mit freundlichen Grüßen…“

Daß die feinen Brasil- und Sumatra-Cigarren dieses Herstellers einerseits nur per Versand, nicht aber in Geschäften erhältlich sind, er andererseits aber keine Internetseite hat, verwundert da bestimmt nicht.

Distinction

So richtig die sozio- und psychologischen Untersuchungen zum Begriff der „Distinktion“ sein moegen – das Phaenomen bzw. der Wunsch nach Distinktion ist wohl doch eher ein Zeichen von Armseligkeit. Ganz sicher aber das oberlehrerhafte Schlaumeiern, wenn einem der Wunsch nach Distinktion „nachgewiesen“ wird, nur weil man etwas nicht mag.

taz ma voll lustick

Liebe Seite-1-MacherInnen,
ihr Schlawiner, diesmal habt ihr mich aber nicht hereingelegt! Da habe ich gleich gemerkt, daß „Wir haben gedopt“ und die Bekenntnisse dopender RedakteurInnen nicht die Wahrheit-Seite ist. So humorlos sind nicht mal die W-Leute.
Während die bekennenden Abtreibenden im „stern“ etwas wirklich voll uncooles wollten, nämlich ein tabuisiertes Thema in die Öffentlichkeit bringen wollten, seid ihr viel raffinierter und macht euch über ein öffentliches Thema lustig. Das ist natürlich viel gescheiter. Quasi neun Mal gescheiter.
Herr Liebermann, den Eimer.

SWR2-Sommerschwerpunkt: 1957 plus – Die "Halbstarken Jahre"

SWR2 bietet seit heute einen sehr interessanten Sommerschwerpunkt:

1957 plus: Die „Halbstarken Jahre“
Lederjacken und Nietenhosen, Jugendkrawalle und Kinoskandale, zerlegte Bilder und zerschnittene Texte, Protestmärsche und pubertierender Pop. Der SWR2-Sommerschwerpunkt erinnert mit Hörspielen, Dokumentationen, Features und Essays an die Flegeljahre der Republik.

Ich habe mal einen Kalender dazu gebastelt, der alle 35 Termine bis zum 31.8.2007 enthält:

ICAL

Tabori – R.I.P.

George Tabori - Plattenhuelle
George Tabori
(1914-2007)

……………………………………………………………
Ein Interview mit dem 90jährigen Tabori findet sich in der ZEIT.
Das Cover ist von der CD „Autodafé – George Tabori erzählt aus seinem Leben“, erschienen bei Wagenbach.

Umlaut-Problem bleibt

Leider scheint es, dass der Flock weiterhin die Umlaute / Sonderzeichen nicht hinbekommt.

äÄ öÖ üÜ ß

Schade.

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Ich hatte ja schon mal vor einiger Zeit mit dem Flock gespielt; leider hatten die Abstürze mir etwas die Lust genommen, trotz der tollen Optionen. Jetzt ist also die Version 0.9 da und ich versuche es mal wieder. Obwohl der Opera für mich immer noch die Nr. 1 ist.

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