Nicht nur, daß erfreulicherweise der Adel seit 1919 in Deutschland abgeschafft ist. Auch sonst geht Kaiser Fanz so was von überhaupt nicht.
Endlich! Hessen wird ausgebürgert.
Traum: Mit den gestern in der taz veröffentlichten Fragen in den Hessischen Landtag gestellt und dem einen oder der anderen den deutschen Paß abgeknöpft. Dann erst mal zwei Monate in Abschiebehaft sitzen und danach mit der LH nach Angola, Kongo oder sonstige ungefährliche Länder verfrachten lassen.
Hessen-Chef (Geht gar nicht Nr. 9)
Koland Roch – nee, echt nicht.
Lest mehr Lyrik!
Aus Anlaß des UNESCO-Welttags der Poesie verweise ich doch mal kurz auf lyrikline.org, die zeitgenössische Poesie multimedial als Originaltext präsentiert, in Übersetzungen und vom Autor oder der Autorin in Originalsprache gesprochen. Die Lyrikmail bietet per Mail täglich ein Gedicht. Und die Lyrikzeitung bringt täglich Neues aus der Welt der Lyrik.
Lest Jean Paul!
Es mag merkwürdig anmuten, daß der Schreiber dieses Beitrags zugleich Gründer und erster Vorsitzender des „G.w.s.d.“
Hinweise auf Geburtstage in diesem Blog sind immer nur willkommene Anlässe, auf Menschen – und meist mehr noch auf ihr Werk – hinzuweisen.
Ich wüßte nicht zu sagen, wem mehr zu gratulieren wäre: Jean Paul
Wer nicht gleich ein Buch nehmen möchte und sich dem Lesen ergeben, der sei auf diese Links verwiesen:
- wikipedia – wie so oft ein guter Ausgangspunkt.
- Die Seiten der Jean-Paul-Gesellschaft, die heute – wie jedes Jahr – ihre Hauptversammlung abhält. Leider im aktuellen Bereich nicht sonderlich aktuell, dafür aber mit vielen Informationen und – besonders löblich – einer Bibliographie ausgestattet.
- Das neue Jean-Paul-Portal (JPP), das wohl in Zukunft Informationen bündeln möchte.
- Die Staatsbibliothek zu Berlin bietet ebenfalls gute Informationen und Links zu Jean Paul.
- Ebenfalls zahlreiche Links bietet die Seite der Universitätsbibliothek der FU Berlin.
- Um sich auf die Spuren Jean Pauls zu heften, böte sich der Jean-Paul-Rundweg in Schwarzenbach an.
- Auch Hof bietet einen solchen Wanderweg.
- Und natürlich gibt es auch viele Texte von Jean Paul online beim Projekt Gutenberg.
Das mehr als umfangreiche Werk könnte einschüchtern und Menschen vom Lesen abhalten. „Womit beginnen?“ würde ich aber mit einem meiner Lieblingstexte beantworten: Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch. Ein überschaubarer Text. Den es online, aber auch in einer sehr einfachen Ausgabe der Hamburger Lesehefte gibt.
Erste Vorlesung
Wonsiedel – Geburt – Großvater
Geneigteste Freunde und Freundinnen!
Es war im Jahr 1763, wo der Hubertsburger Friede zur Welt kam und gegenwärtiger Professor der Geschichte von sich; – und zwar in dem Monate, wo mit ihm noch die gelbe und graue Bachstelze, das Rotkehlchen, der Kranich, der Rohrammer und mehre Schnepfen und Sumpfvögel anlangten, nämlich im März; – und zwar an dem Monattage, wo, falls Blüten auf seine Wiege zu streuen waren, gerade dazu das Scharbock- oder Löffelkraut und die Zitterpappel in Blüte traten, desgleichen der Ackerehrenpreis oder Hühnerbißdarm, nämlich am 21ten März; – und zwar in der frühesten frischesten Tagzeit, nämlich am Morgen um 1½ Uhr; was aber alles krönt, war, daß der Anfang seines Lebens zugleich der des damaligen Lenzes war.
Ulf Pochert (Geht gar nicht Nr. 8)
Oder war das Oliver Poschaad? Egal. Geht beides nicht.
Frank Schirr*acher (Geht gar nicht Nr. 7)
Frank wer?
Impressionen (2)

Impressionen (1)
Frühlingsanfang
Aus dem Poesiealbum des Kapitalism (I)
Wir sitzen alle in meinem Boot.
Grimme-Preis (Geht gar nicht Nr. 6)
Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens wird vergeben an:
Elke Heidenreich
Wenn Entwicklung des Fernsehens zum Dampfplaudern preiswürdig ist: Dann doch bitte auch sofort Berner und Keckmann!
Das kann ich auch?
Seit einiger Zeit gerate ich immer wieder in Veranstaltungen des Kunstbetriebs, die mit miserablen Referenten glänzen. Höhepunkt der vergangenen zwölf Monate – und vermutlich auch in den kommenden Monaten nicht zu unterbieten – war Kittlers komplett konfuser Kokolores.

(Roger M. Buergel und Nicolaus Schafhausen)
Der heutige „Vortrag“ von Roger M. Buergel, künstlerischer Leiter der documenta 12, begann damit, daß sich der Vortragende ekelhaft anbiederte und nicht auf das Podium wollte. Sondern lieber ebenerdig und damit nicht nur schlecht sichtbar. Sondern auch noch schwerst tontechnisch zu betreuen war. Nachdem ich mich dann irgendwann ob dieser Ignoranz und Unhöflichkeit beruhigt hatte, gelang es mir nicht, auch nur ansatzweise aus dem Gerede über „zeitlos aktuelle Umgangsformen mit Kunst“ eine lohnende nähere Betrachtung, wie angekündigt, herauszuhören. Nullnummer. Könnte man sagen. Und so langweilig, daß ich den Betreff dieses Eintrags revidiere: „So schlecht – das kann ich nicht.“ Da half auch das projezierte Muschel-Risotto nix.

Bleibt die Hoffnung, daß die für Freitag, den 17.3.06 (19.30 Uhr) angekündigte Veranstaltung besser wird:
„Schreiben über Kultur. Die deutschen Feuilletons“
Podiumsdiskussion mit Jörg Heiser (Frieze, Süddeutsche Zeitung), Sebastian Preuss (Berliner Zeitung), Ingo Niermann (Schriftsteller und Journalist) und Thomas Wagner (Frankfurter Allgemeine Zeitung), moderiert von Nicolaus Schafhausen (European Kunsthalle)
Kölnischer Kunstverein, Vortragsaal, Hahnenstraße 6, 50667 Köln
