Alles ne Sache der Betrachtung

Bei Morgaine „Holland in Not“ gelesen:
Plakat in Rotterdam mit dem fuenften Gebot
In Rotterdam gilt das Plakatieren des 5. Gebotes jetzt schon als rassistisch beleidigend (das macht die Sache aber noch heftiger: Ich fühle mich beleidigt, also wird das Plakat entfernt…), wenn es in der Nähe einer Moschee passiert.(*)
Tja, als Moscheevorsteher oder Imam hätte ich vielleicht einfach nur ein „Eh klar“ und den passenden Koran-Text (**) daneben gehängt.
Und natürlich & selbstverständlich: Sind die Leute, die jetzt in den Niederlanden (und sonstwo) Moscheen oder islamische Gemeindezentren (oder sonstwas) in Brand stecken (oder sonstwie schädigen) Straftäter, die mit aller Härte der staatlichen Gewalt zu verfolgen sind.
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(*) Unter dieser URL findet sich ein TV-Bericht zu dem Vorgang.
(**) z.B. „… wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet…“ (Koran 2:256) oder „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ (Koran 2:256)

B**D goes Blockwart

Es gibt immer noch Leute, die dieses Presseerzeugnis lesen. Auch in meinem Umfeld, mit dem Hinweis, man müsse ja (weiter kann ich leider nie zuhören, weil ich auch muß – speiben nämlich). Beim Bild-Blog (den ich auch nicht lese, weil ich nicht ob der verhandelten Themen den ganzen Tag speiben mag – heute war ich via male.dei dort) fand sich der Hinweis auf einen B**D-Aufruf, der an beste Volksgenossen-Zeiten erinnert:

Haben Sie auch so einen schrillen Typen an der Schule? Kennen Sie Lehrer, die sich gehen lassen?
Dann schreiben Sie an:
BILD Zeitung
Redaktion Nachrichten
Stichwort: „Lehrer“
Axel-Springer-Platz 1
20350 Hamburg

Der schlimmste Lump im ganzen Land…

The most amazing Wetterbericht

Über dem Atlantik befand sich ein barometrisches Minimum; es wanderte ostwärts, einem über Rußland lagernden Maximurn zu, und verriet noch nicht die Neigung, diesem nördlich auszuweichen. (…) Mit einem Wort, das das Tatsächliche recht gut bezeichnet, wenn es auch etwas altmodisch ist: Es war ein schöner Augusttag des Jahres 1913. (*)
Eat this, Ulrich (!) Wickert
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(*) Alles weitere beim heutigen Geburtstagskind Robert Musil (1880-1942) und seinem „Mann ohne Eigenschaften“.

Was? Wen?

WDR print-Schlagzeile Qualitaet gefaehrdet
Aber: Wen oder was? Das Denkvermögen? Geschmacksempfinden?
Erstaunlich ist, daß der museal vorgetragene Schlaumeier-Spruch „Das kann ich auch“ im Gegensatz dazu Fernsehsendungen zu adeln scheint. Was da häufig läuft, unterscheidet sich kaum von Homevideos oder Öffentlicher-Kanal-Sendungen. Ob der Unterschied der ist, daß Kunst mehr sein will und sich Glotzer davon angeriffen fühlen?

Wunder gieps imma wieda

Don Schroder überlegt ja jetzt, die Einheit den Feiertag zur Deutschen Einheit zu verschieben. Nicht mehr lange, und der Spruch von Weihnachten und Ostern an einem Tag wird Wirklichkeit!

Sprachlos

Daß Otto „Bang Bang“ Chili schon immer ein besonderer piep war, ist bekannt. Aber was er jetzt beim Zuwanderungsgesetz und der Arbeitsverweigerung für „Geduldete“ macht(*), ist wirklich nur noch als piep und zu piep bezeichnen. So ein piep ist mir in langen Jahren der Sozialdemokratie nicht begegnet. Bah.
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(*) Eine „Verfestigung des Aufenthaltsstatus durch Arbeit“ müsse um jeden Preis verhindert werden. Das Tageszeichen berichtete darüber (RAM) – ich hoffe, daß die Sendung demnächst hörbar ist.

Lese-Pause

Hier war es nicht nur grippal bedingt ruhig. Auch, weil ich von Ulrike Heiders Keine Ruhe nach dem Sturm losgekommen bin. Gefällt mir, das Buch. Ist aber heute abend leider alle…
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… und kost‘ bei „2001“ nur 4,95 EUR

Stephan Hermlin

Stephan Hermlins Gedicht „Die Zeit der Wunder“ hat mich während des Studiums so sehr beeindruckt, daß ich darüber einen kurzen Text geschrieben habe. Beim Stöbern in alten Disketten-Beständen fand ich neulich sogar noch die auf dem Amiga getippte Version. Die habe ich jetzt mal als PDF aufbereitet. Download hier (127kB).
Dabei sei dann auch noch auf Wolfram Machs Hermlin-Seite hingewiesen, auf der er auch seine Magisterarbeit „Stephan Hermlin von 1958-1989. Versuch einer geistigen Existenzform im Sozialismus.“ zum Download anbietet.
Spielerischer geht Francesca Bravi mit Hermlin auf ihrer Seite um.