Endlich! taz mit Luxusautotest

Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Autotests! Den neuen S-Klasse und den Cayman S. Auf Kosten der Hersteller. Mit bezahltem Flug nach Italien.
Schon lange hat die taz den Flugreise-Gegnern ja die Leviten gelesen („Selbst wer auf sein ökologisches Gewissen hält und sich auf der Schiene bewegt, muss sich mittlerweile ein bisschen borniert vorkommen, wenn sogar inländische Ziele für die Hälfte des Geldes in der Hälfte der Zeit erreicht werden können.“ – Edith Kresta am 16.9.03; Bascha Mika mokierte sich davor im „Presseclub“ über Kritiker von Inlandsflügen als „Leuchttürme der Sittlichkeit in unserer Gesellschaft“; und die Fernreisebeilagen sind doch auch immer wieder ein Traum für Ozonlochfreunde.)
Endlich setzt sich also auch die taz für die deutsche Autoindustrie ein, wie es den Herstellern von 10Liter-Luxuskarossen gebührt. Und zeigt, daß man & frau ruhig mal die Sau rauslassen darf. Großartig finde ich auch den Warnhinweis zum Artikel: „Die taz verurteilt diese Methoden und schämt sich. Ein wenig.“ Das sind doch Formulierungen wie in der besten Pop-Bubi-Zynism-Zeit.
Nach Diktat mit Herrn Liebermann auf Eimersuche gegangen.

Denken? Och nöö.

Tag der deutschen Redefreiheit - uebersprueht mit jeden Tag der Redefreiheit fuer alle
Der aufgesprühten Ergänzung kann ich wenig hinzufügen. Außer, daß es vielleicht „jeder Tag“ heißen müßte. Und daß die Jungs, die hinter dem Originalplakat stecken, es wohl wirklich nicht schnallen. Daß man Redefreiheit so nicht nationalisieren kann. Aber vielleicht meinen sie es doch so, wie es da steht? Sehr daneben eben. Das ist dann auch mal drei Kategorien wert…
Ergänzung: Wie unser Leser Andreas mitteilt, soll es sich um eine Werbekampagne für einen neuen Billigtarif eines Mobilfunkbetreibers handeln. Das würde es eigentlich noch kranker machen. Aber in einem Land, in dem B*LD täglich millionenfach „gelesen wird, kann die Werbung ja nicht hintanstehen.
Viel Glück mit

DEUTSCH
DEUTSCH
DEUTSCH

Alte Schlager

Bombenurlaub
Mir ging diese Schlag-Zeile nicht aus dem Ohr. Und vielleicht bin ich ja nur durch zu viel Lyrikleserei akustisch verdorben. Aber für mich setzt sich der Text fort mit

keine Angst
keine Angst
Rosmarie!
Wir lassen uns das Leben nicht verbittern
keine Angst
keine Angst
Rosmarie!
Und wenn die ganze Erde bebt
und die Welt sich aus den Angeln hebt …

Ob der Redakteur das auch den ganzen Tag vor sich hin gepfiffen hat? (mp3, 560kB)

Schwarz-Gelb wird 's schon richten

Es ist doch klar, warum die Dep WählerInnen angeblich so nach Regierungswechsel = Schwarz-Gelb schreien. Da müssen sie ja nicht nachdenken. Und sich gegebenenfalls erschießen, wenn sie die Sinnlosigkeit dieses Wechsels einsähen. Aber um es mit B.B. zu sagen: Die dümmsten Kälber…
Nicht, daß das jetzt irgendwie für Rot-Grün spräche.

Auto-Terror

Auto-Terror
Bei Park-Experten wie solchen, die offensichtlich die Bedeutung des absoluten Halteverbotes noch nicht begriffen haben und die nicht nur den ÖPNV mal locker stillegen, empfehle ich die Anwendung einer mobilen Schrottpresse. Den Blechwürfel darf dann der Parkkünstler eigenhändig nach Hause schleifen.
Nein, ich bin nicht cholerisch, wieso?

Politiker – ein besonderer Menschenschlag?

Meine sehr kurzen und nur so en passant gemachten Ortsvereins-Erfahrungen waren derart grauenhaft, daß ich einige Jahre brauchte, um sie zu verarbeiten. Erschreckend nur, daß sich nicht wirklich etwas geändert zu haben scheint. Jedenfalls deutet der ZEIT-Artikel darauf hin, daß das Politik-Leben (contradictio in adjecto est) immer noch so krank ist. Wie sind die Leute eigentlich gehäkelt, die so eine Umgebung überleben oder sogar toll finden?

Chuzpe

Es gibt ja immer wieder mehr oder minder witzige Versuche, „Chuzpe“ zu erklären. Heute habe ich ein schönes Bespiel dafür gefunden:

US-Soldaten klagen gegen Folter-Fotos

Genau. Wenn Sie jetzt meinen, daß das, was Sie denken, ein schlechter Witz wäre, dann liegen Sie falsch. Nein, es ist wirklich das, was Sie jetzt denken. Lesen Sie einfach bei fairpress nach.
Überhaupt finde ich fairpress ziemlich gut als Futterquelle für „Qualitätsjournalism“-Debatten…

Wer's glaubt

Gute Jobs contra Traumgage
Wer bei XXX seine Berater-Karriere startet, bringt in der Regel drei Dinge mit: Begeisterung für die Sache. Eine Riesenportion Identifikation mit den Zielen von XXX. Und drittens: Ein geschärftes Bewusstsein dafür, dass man bei XXX zwar so arbeitet, als ob die Traumgage winkt, aber davon bei weitem keine Rede sein kann.
Bei XXX winkt statt der Gage die Ehre. Und die ist wichtig für die spätere Karriere. Viele der XXXianer finden direkt nach Projektabschluss attraktive, gut dotierte Jobs.

Und jetzt alle:
Sklavenhändler Sozi:aal:partner, hast Du Arbeit für mich?
Sklavenhändler Sozi:aal:partner, ich tu alles für dich!“

(Hier der Text, und hier 30 Sekunden Musik (wma), um die Melodie ins Ohr zu bekommen.)

Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz

EinsLive, 23.00h: „Aerosol – Graffiti, die Ästhetik des Chaos“
EinsLive-WebcamWenn das der Otto hört!!! Werde ich also nachher mal das EinsLive-Studio im Auge behalten, vielleicht taucht ja ein SEK auf… Im Netz mithören kann man hier.