
Duell.
Countdown.
Geht’s noch?
Naja. Ich schaue mir jetzt lieber die DVD „neueWUT“ an. Und lasse einfach alle Hoffnung fahren. Denn wie sagt Caravaggio in Derek Jarmans schönem Film:
No hope, no fear

Duell.
Countdown.
Geht’s noch?
Naja. Ich schaue mir jetzt lieber die DVD „neueWUT“ an. Und lasse einfach alle Hoffnung fahren. Denn wie sagt Caravaggio in Derek Jarmans schönem Film:
No hope, no fear

Ganz Deutschland schaut heute den Komödiantenstad’l! Ganz Deutschland? Naja, ein paar Leute werden schon besseres zu tun haben, als mit so einem Quatsch ihre Zeit zu verplempern.

Im DLF läuft am Sonnabend, den 3.9.05, ab 20.05 Uhr mit „Spekulation Sommer“ von Walter Filz das Hörspiel des Monats. Sehr hörbar! Zu dem habe ich auch ein bißchen recherchiert 😉
In erfundenen Gesprächen, leicht überzeichnet und in konventioneller Hörspiel-Manier inszeniert, geben sie Einblicke in den Jargon der Vorstandsetagen und in das Kräftegeflecht aus Anlegerzorn, Marketinginteressen und Wahlkampfkalkül, das Sommer am Ende straucheln ließ … „Spekulation Sommer“ führt vor, wie sich angesichts einer fragwürdig gewordenen Sozialen Marktwirtschaft Sparer an vermeintliche Sicherheiten, Manager an ihre Privilegien und Politiker an ihre Machtansprüche klammern, und nutzt dabei die halbdokumentarische Form für eine ebenso subtile wie humorvolle Medienkritik.
(Aus der Begründung der Jury)
Was braucht der alte Mensch denn schon?
Das Tageslicht wird dunkler,
die Schatten werden heller,
die Nacht ist nicht mehr zum Schlafen,
die Wege verkürzen sich.
Nur noch zwei, drei Wege,
zuletzt einer.
Johannes Bobrowski, Dichter dieser und vieler anderer Poeme und Texte, ging heute vor 40 Jahren seinen letzten Weg.
Hören kann man ihn bei lyrikline und auf einer CD von Wagenbach.
In der taz vom 30.8.05 verkündet Herbert Lunemann, 38, Architekt in Köln, zur bevorstehenden Bundestagswahl: „Ich wähle CDU, weil Angela Merkel den Deutschen dienen will. Schröder dient nur sich selbst.“
Hier ist ja gerade nicht so viel los. Kein Wunder: Drei wunderbare fait-rien-wochen ohne PC liegen hinter mir, und jetzt muß ich erst mal wieder an das gewöhnen, was die Menschen „Arbeit“ nennen.
Außerdem verschlägt es mir derzeit den Atem und läßt den Kopf in Schüttelraserei verfallen, wenn ich sehe, was Politiker, Medien und Teile des Wahlvolkes anläßlich des Wahlkampfs absondern. Das ist doch alles nur noch entsetzlich.
Der Vortrag in der gutbesuchten Reihe „Liebe Deine Stadt“, den Prof. Bazon Brock heute am Afri-Cola-Gebäude hielt, hat mich doch nachhaltig beeindruckt. Nachdem anfängliche Routineabwehrmechanismen überwunden waren, stehe ich jetzt sehr unaufgeräumt da. Wenn ich den Vortrag verdaut und vielleicht auch verstanden habe, werde ich ihn hier referieren und evtl. in Auszügen veröffentlichen (ich habe ihn mitgeschnitten).

Bis dahin nur schnell drei Appetizer:
Die Lüge zu kritisieren ist ja lachhaft.
Müll ist der Gott, der wirklich Dauer stiftet.
Scheitern ist die definitive Orientierung auf das Gelingen, gerade in dem Maße, wie sie selber unabweislich wird.
Mehr Anregendes findet sich z.B. im Stadtrevue-Gespräch mit Bazon Brock.

Als Freund des Kraut- & Rübengartens habe ich im Frühjahr zwei angekeimte Kartoffeln in den Balkontopf gesteckt. Und vergessen. Zwischendurch wunderte ich mich über das Gewächs. Was war das noch?
Als jetzt meine Leibgärtnerin den Topf umnutzen wollte, war das Abendbrot gesichert. Prima Ernte für ’s Nichtstun 🙂 Und lecker waren sie auch!



Ein gutes Buch und liebe Gesellschaft = Urlaub perfekt.

