Bester Buchladen

Darum bin ich immer wieder von „meinem“ Buchladen begeistert: Bei Bittner werden aus Anlaß von Jubiläen u.ä. nicht nur die Standardwerke ins Schaufenster gelegt, sondern immer ein paar Extras präsentiert.

Seit einem halben Jahr wollte ich mir Christoph Rüters Dokumentarfilm über Hans Blumenberg zulegen, aber entweder war ich zu faul, einen Onlineshop dafür zu suchen. Als ich heute wegen etwas ganz anderem im Laden war, sah ich die DVD im Regal – und jetzt ist das Wochenende gleich noch schöner.

Und manchmal habe ich das Gefühl, daß der Laden die Backlist aller wichtigen Verlage beherbergt – Schätze gibt es da …

Toller Laden, tolles Team.

George Steiner (1929 – 2020)

George Steiner ist mit 90 Jahren gestorben. Seine Bücher habe ich mit Gewinn gelesen. Und ihm immer gern zugehört und zugesehen.

Vielleicht ein Anlaß, noch mal etwas nachzulesen.

In der NZZ gibt es ein Gespräch aus dem Jahr 2009 nachzulesen, zu dem man sich mit Briefen verabredete: „Eine gute Lektüre ist ein Dank an den Text“.

Die ZEIT hat 2004 ein Gespräch mit ihm geführt:
„Pessimisten sind lächerlich“.

Und in der interessanten „Sternstunde Philosophie“Reihe des Schweizer Fernsehens hat George Steiner fast eine Stunde lang auch über das Lesen gesprochen:
„Die Schule des Lesens“.

Kleine Welt

Ein gefaltetes Blatt Papier, aus dem in der Mitte ein Quadrat ausgeschnitten wurde, liegt auf eine rot-orange gemusterten Tischdecke

Ein selbstgemachter Finder à la Sister Corita Kent

Im Moment lese ich Austin Kleons neues Buch „Keep Going: 10 Ways to Stay Creative in Good Times and Bad“.

In einem Kapitel erwähnt er Sister Corita Kent, mit der ich mich vor einer Weile schon mal etwas beschäftigt hatte. Also schnell mal bei Youtube gesucht, und dort ein schönes Video von Joe Van Cleave über Sister Corita’s Finder entdeckt. Joe erwähnt darin Austin Kleons Blog, in dem er 2018 über Sister Corita gelesen hat (und ich vermutlich auch).

Ein kurzes Video zur Ausstellung Sister Corita: Let The Sun Shine In in der Berliner Circle Culture Gallery brachte mich dann zu dem interessanten Film von Aaron Rose: Directors’ Cuts: “Become Microscope”, in dem er anläßlich des 90. Geburtstags von Sister Corita Kent 90 Aussagen über sie gesammelt hat. Was mich auch begeistert: Die Foto-Farben aus den 60ern (im Moment beschäftige ich mich wieder etwas mit Fotografie).

Einmal im Kreis gegangen, wieder was gelernt.

Hauptsache Abwechslung!

Eine einsame Hütte in Schneelandschaft, blauer Himmel

Ich habe keine Ahnung, was passiert, wenn man an einem Nachmittag auf Youtube 150 Versionen von I’ll Be Home For Christmas hört. Aber ich werde es morgen wissen.

Hier ist meine Liste mit 120 ausgewählten Versionen, in zufälliger Reihenfolge. Schon erstaunlich, was aus einem Song alles gemacht werden kann. Und es half ein bißchen, gestern noch „The Thin Line“ gesehen zu haben.

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“früher oder später” – eine Mediathek-Empfehlung

Der Bestatter Ernst Schöfl am Friedhof, Bild BR/wirFILM

Der Bestatter Ernst Schöfl am Friedhof, ©BR/wirFILM

Statt mit einem Gemecker über die Pressearbeit des BR zu beginnen, schreibe ich doch lieber: “Was für eine tolle kleine Doku-Serie!

“früher oder später” erzählt über einen Zeitraum von vier Jahren aus Schönsee, einem kleinen Ort in der Oberpfalz, wie es ihn in Deutschland vermutlich häufiger gibt, als uns bewußt ist. Im Vorspann begeistern mich die Filmemacherinnen (Regie und Montage: Pauline Roenneberg, Dramaturgie: Britta Schwem) gleich mit toll gefilmten Bildern (Kamera: Zoë Schmederer), und stellen schon mal einige Menschen angedeutet vor.

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Sie hatten 80 Jahre Zeit

80 Jahre haben bei manchen Redaktionen noch nicht gereicht. So darf ich auch dieses Jahr wieder meinen Kalauer anbringen, daß sich möglicherweise hinter der Schreibweise „Progrom“ das Bewußtsein verbirgt, daß viele Deutsche dafür waren …

(Kein Anspruch auf Vollständigkeit, Reihenfolge alphabetisch)

Auf einer BR24-Webseite steht progrom

Auf einer Focus-Webseite steht progrom

Auf einer Webseite des Kölner Stadt-Anzeigers steht progrom

Auf einer Webseite der Lausitzer Rundschau steht progrom

Auf einer Webseite von Radio Herne steht progrom

Auf einer Webseite der Saarbrücker Zeitung  steht progrom

Auf einer Webseite der Wuppertaler Rundschau steht progrom

Die Einsamkeit des Langstrecken-Lokomotivführeres

naher Blick auf Eisenbahn-Schienen

Der RBB hat am 16. August 2018 ein Team auf die Reise mit dem ICE von München nach Berlin geschickt, um mal Slow TV zu produzieren. Die fast vierstündige Fahrt kann bis zum 20.10.2019 in der Mediathek mitgefahren werden. Einmal aus Sicht des Lokführers, einmal mit Blick zurück, was mir beim Zugfahren eigentlich auch immer besser gefällt, weil es dann nicht immer schon:vorbei/vor:bei/vor:bei/vor:bei ist 🙂 Andererseits wird mir selbst beim zuschauenden Rückwärtsfahren etwas reiseübel.

Was mir dabei noch mal klar geworden ist: Lokführer ist ein ziemlich einsamer Job.

Das Norwegische Fernsehen hatte das Slow TV 2009 wohl als erster Sender gebracht, damals hatten sie eine 7-stündige Zugfahrt gesendet. Inzwischen haben auch andere Sender das nachgemacht, und vom RBB kenne ich die nächtlichen Führerstand-Mitfahrten der S-Bahnen. Und natürlich war das allerallererste SlowTV im Netz die berühmte Trojan-Room-Kaffeemaschine, wie überhaupt Webcam-Verzeichnisse ein ausgesprochen abwechslungsreiches Programm bieten.

Danke, SWR2!

Mikrofon vor unscharfem Hintergrund

Eine der großartigsten „Talk“-Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist für mich das SWR2 Forum. Mit einer enormen Bandbreite geht es da um das Thema, nicht um Glamour und Prestige. Oder wie es in der Selbstbeschreibung heißt:

Wir diskutieren: über Gott & die Welt, über Fußball & Erdball, werktags 5 nach 5.* Gäste im SWR2 Forum: Wissenschaftler, Publizisten, Schriftsteller, Künstler – und manchmal auch Politiker.

Und so höre ich auch gern 45 Minuten einem Gespräch über Teilchenphysik und Forschungswege zu.

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* erfreulicherweise auch als Podcast