Äpfel. Birnen. Und kein Gefühl dazwischen.

Der Volkswirt und Soziologe, Professor und Forschungsorganisator an der Universität Flensburg Gerd Grözinger hat einen interessanten Vergleich in einem taz-Artikel gebracht:

Auf mindestens 3.300 Toten schätzt sic! das deutsche Krebsforschungszentrum die Zahl der jährlichen Opfer in Deutschland – das ist noch einiges mehr als etwa der Anschlag auf das World Trade Center gekostet hat.

Hach, diese Kosten immer. Auch an Menschenleben. Passivraucher. Terroropfer. Hauptsache, die Zahl stimmt. Irgendwie. Nächstes Mal könnte Grözinger dann vielleicht die Zahl der Holocaust-Opfer (pro Tag, sonst klappt das nicht), der verhungernden Kinder (pro Stunde, sonst klappt das nicht), seiner absterbenden Hirnzellen (pro Minute, sonst klappt das nicht) ins Spiel bringen.
Herr Liebermann, den Eimer. Bitte.

Und wech

Urlaub 2006 - endlich
3 Wochen weg. Yippieh!
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Ja. Schreibt man anders.

So ein Scheiß

Also, daß da irgendwelche Heinis gerade mächtig Wind machen wegen 100 Fragen, die mein Leben retten werden – schön, schön.

On September 9, 2006, 112 of the world’s most compelling thinkers, artists, writers, scientists, social entrepreneurs, philosophers and humanitarians from around the world will come together in Berlin, Germany, as guests of dropping knowledge.
Seated around the worlds largest table in historic Bebelplatz square, these inspiring individuals, renowned for their lasting creative or social contribution, will engage with 100 questions out of the thousands donated to dropping knowledge by the international public.
Using dropping knowledge’s question-rating system, the public identified 500 questions as those most likely to initate open dialog on a social topic of most relevance to them. This group of questions will yield the final 100 Questions — representing a truly global sampling of cultures, themes and ideas — to be asked at the Table of Free Voices and beyond.

112 most compelling! Ja, dann! Muß das ja was sein.
Und nachdem ich mir gerade mal einige der top rated questions, die u.a. nach so wichtigen Sachen wie

How can we share a world that is completely peaceful and realize that we are all one?
Warum ist es legal,dass Vorstände bei Versagen Abfindungen in Millionenhöhe kassieren,gleichzeitig Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt wird,obwohl sie keine Schuld an der Krise haben?Die Abfindung sollte auf die scheidenden Mitarbeiter umgelegt ..
What can we do against poverty in third world countries?
Darf es sein das eine Firma wie die Allianz, mehrere tausend Mitarbeiter entlässt. Und diese zum grossen Teil demnächst der Allgemeinheit zur Last fallen? Gibt es nicht so etwas wie eine gesellschaftliche oder auch moralische Verantwortung?
What will be in 20 years in the German politics?
Why are some countries still so poor?

ist selbst mir der Sarkasmus vergangen. Allerdings finde ich es lustig, daß Leute nach der moralischen Antwort der Allianz fragen. Denn die sind Founding Partner von dk…
Aber jetzt gehe ich erst mal eine Runde kotzen über den Schwachsinn dieser Welt.

Deutsche Beamte – allzeit bereit!

Sowohl in der taz als auch auf den WDR-Seiten ist zu lesen, was Arno Schmidt schon schrieb:

Es ist nichts so absurd, daß Gläubige es nicht glaubten.
Oder Beamte täten.

Ein Jogger mit Bwin-T-Shirt wurde von einem Polizisten gestoppt und sollte sofort sein T-Shirt ausziehen, da Werbung für Bwin verboten sei.
Nee, is klaa, jungs.

Ikea – demnächst in Weimar / Ettersberg?

Während die Diskussionen über die Fehlleistungen des stellvertretenden Kulturbeauftragten Hermann Schäfer bei der Eröffnung des Weimarer Kunstfestes erfreulicherweise noch nicht beendet sind, scheint IKEA – wenn ich dem frisch erschienenen Katalog (S. 239) Glauben schenken darf – eine neue Filiale in Weimar / Ettersberg zu planen:
IKEA demnaechst in Weimar?
Natürlich: Ein Slogan ist ein Slogan ist ein Slogan. Bedenkenswertes dazu hat aber Hermann Klenner in seinem Aufsatz „Jedem das Seine! Geschichte eines Schlagworts“ geschrieben.

Nicht vergessen!

Damit es dieses Jahr mal nicht ein „Auf-den-letzten-Drücker“-Fest wird:
Weihnachtsmann am Monschauer Weihnachtshaus
Tja, noch sitzt der Weihnachtsmann entspannt am Monschauer Weihnachtshaus (in dem gestern allerdings ordentlich Betrieb war). Aber in vier Monaten (!) haben wir wieder die Bescherung. Es sei denn, man macht es wie ich. Und ignoriert das Fest.

Balla balla rules

Der Jurist und Politikwissenschaftler Daniel Dettling,Er entblödet sich auch nicht, auf seiner Auskunftsseite folgende Informationen erstrahlen zu lassen: Dr. Dettling gehört zu den 100 wichtigsten jungen Deutschen (NEON) und zu den 40 einflussreichsten Männer unter 40 (GQ). Armes Land, das solche wichtigen jungen Leute hat. Jg. 1971, selbständiger Politikberater und Vorstandsvorsitzender des think tank (vulgo „Denkpanzer“) berlinpolis, verbreitete im „Pol. Feuilleton“ von dradio hanebüchenen Quatsch, der mal wieder die Fragwürdigkeit des Beraterwesens zeigt. Die Generation Praktikum auf der Suche nach ihrer Zukunft, so der Titel. Er kommt zu dem aufregenden Schluß und Vorschlag:

Überfällig ist daher eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Risiken und Chancen, Unsicherheiten und Garantien neu verteilt. 35 Stunden Woche? Für erziehende Eltern ja, für alle nein. Die Rente ist sicher? Ja, für die mit Kindern. Für Kinderlose reicht die Hälfte.

Ein Schelm, wer hier an Swift und dessen Vorschlag denkt, die Armen mögen doch ihre Kinder fressen, wenn sie Hunger hätten. Warum im Alter für die Kinderbesitzer mehr Geld da sein soll, obwohl sie a.) vermutlich weniger in die Sozialkassen gezahlt (während die bösen Doppelverdiener auch noch mehr Steuern abdrücken) und b.) sie Kinder haben, die ihre Eltern unterstützen können, weiß allein Dettling. Mutterkreuz, ick hör dir trapsen. Und warum Kinderzeuger im Alter mehr Geld brauchen, verstehe ich auch nicht. Ist den Kinderlosen der Appetit vergangen? Brauchen die keinen Wohnraum?
Aber Politikberater haben eben den Durchblick. Und kein Quatsch ist zu blöde, daß man ihn nicht verbreiten könnte…

Keine Umfrage

[ ] kultur

[ ] nation

– weil: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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It's all about Werbevertrag

Cornelia Funke schreibt mit MB
Einen Artikel in der ZEIT zierte in der Druckausgabe dieses Foto. Während Frau Funke am Notebook tippelt, wartet unübersehbar und total zufällig ein Füller der Extraklasse auf seinen Einsatz. Den er damit ja schon hatte.
Honi soi …

Kuechenradio schweigt

Wieder eine schöne Küchenradio-Sendung: Mit tollen Schweigemomenten. Und einer etwas hibbeligen Cindy 🙂

Der Russendisco-Erfinder und Schriftsteller Wladimir Kaminer kennt keine Fiktion. Er versucht von seinen realen Urlaubserlebnissen auf Ibiza und im Kaukasus zu erzählen. Er erklärt wie sich Weinpulver von echtem Wein unterscheidet, erzählt aus seinem Hippie-Leben in der SU und schenkt dem Küchenradio-Team seltene Momente kollektiven Schweigens.