„Also, ich nehme die 3-832-179-31-3.“
„Für mich bitte die 3-518-418-63-7.“
Und noch ein Shanty
Was singt der Usability-Beauftragte?
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Scrolling home,
scrolling home…
Zu früh für's Lesen
Gerade scrolle ich bei 1&1:
Erst das Foto.

Dann die Unterschrift.
Warum lese ich
Deutschlands Silikone Nummer 1
?
Oh, heilige Hysterie!
Arno Frank schreibt in der heutigen taz, daß Litvinenko wahrscheinlich das Polonium durch die Nahrung zugeführt wurde.
Weiter schreibt er sehr richtig, daß die Tabakpflanze das Gift durch die Luft über die Blatthaare aufnimmt.
Und folgert daraus, daß Raucher (und eben nur Raucher, denn von anderen Menschen schreibt er nicht) das Gift zu sich nehmen.
Leider „vergißt“ Frank, daß grundsätzlich alle Pflanzen mit Blatthaaren das Polonium aufnehmen und es als Nahrung an den Menschen abgeben – wie es z.B. auch beim radioaktiven Radon der Fall ist. Ich esse trotzdem weiterhin den Bio-Brokkoli…
Daß man bei „starken Rauchern in den Schleimhäuten der Bronchien und des Lungengewebes gemessene, extrem erhöhte und selbstredend karzinogene Radioaktivität“ feststellt, heißt übrigens nicht, daß sie nicht auch bei Wenig- oder Nichtrauchern existiert – diese werden allerdings meist nicht zu Studienzwecken obduziert. Übrigens sollen auch die meisten Lungen von 70jährigen nicht rauchenden Großstadtmenschen wie Raucherlungen aussehen – und das liegt nicht am Passivrauchen.
Dieser Artikel, besonders die reißerische Überschrift „Litvinenkos Rauchertod“, paßt leider zur herrschenden Anti-Tabak-Hysterie und zeigt eine Oberflächlichkeit, die ich der taz nicht angemessen finde.
P.S. Ja: Rauchen kann gesundheitsgefährdend sein. Es als alleinkrankmachendes Laster zu verteufeln ist allerdings unseriös.
P.P.S. Nein, ich arbeite in keiner Weise für die Tabakindustrie. Aber gegen Verdummung.
Nix is so unmöchlich, daß es Journis nicht doch veröffentlichen
Wenn ich die Texte & Beiträge vieler „JournalistInnen“ in der Anti-Raucher-„Diskussion“ so sehe, glaube ich nicht, daß es in D. noch Bedarf oder Notwendigkeit für eigene Recherche gibt. Wie da angebliche „Fakten“ einfach & ungeprüft übernommen werden, weil sie so toll klingen und Journi auf jeden Fall auf der Seite von Recht & Freiheit steht
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Schade
Leute, die einem mit großen Augen vorrechnen, was man für seine konsumierten Tabakwaren alles kaufen oder wieviel man sparen könnte, wenn man das Geld nicht sinnlos verfeuern würde.
Schade, daß Sex keine (großartigen) Kosten verursacht. Würde einem die Fortpflanzung dieser Leute ersparen.
Im Theater
Das Publikum nimmt sich eh zu wichtig.
November und die Buecher
Ob es am heute beginnenden November liegt, was mir so vor die Augen kommt?Gestern noch in Paveses „Handwerk des Lebens“ gelesen, heute beim Durchstreifen der Notizen eine Stelle aus den vor einem Jahr empfohlenen Endo Anacondas „Sofareisen“ gefunden:
Knarren zum Christfest
Während sich der Novembernebel gnädig in die Gasse zwischen mir und dem benachbarten Verwaltungsgebäude schob, studierte ich den Weihnachtswunschzettel der lieben Kleinen. Faul und melancholisch, wie jedes Jahr im November. Jetzt kommt die Zeit, wo jeder gottfroh sein kann, der ein Steckenpferd hat, um über den Winter zu kommen. Ich selber konnte mich leider nie begeistern, obwohl mich Mama immer wieder erfolglos dazu ermunterte. „Such dir doch ein Hobby“, lautete der oft gehörte Ratschlag. Sie ahnte ja nicht, daß ich mich damals höchstens für Sex interessierte. Aus lauter Langeweile fing ich sogar an zu rauchen. Witzigerweise Lungentorpedos der österreichischen Marke Hobby.
Lesen lohnt sich. Und das Buch ist auch schon auf den Remitendentischen diese Kulturnation gesichtet worden.
Er
Ein grauer, nebliger Mensch.
Ich bin von Kopf bis Fuß
Ein Hit von Hildegard Knef, nicht wahr? Jedenfalls meint das Rudolf Walther in der heutigen FR:
Der Spiegel-Redakteur Gabor Steingart ist, um es in Anlehnung an einen Schlager von Hildegard Knef zu sagen, von Kopf bis Fuß auf Panikmache und Untergangsbeschwörung eingestellt.
Genau. Und „Mama, Du mußt doch nicht ums Feuilleton weinen“ ist von DJ Oetzi.
Mannomannomann…
Unterschichtenmoderation
Henry Vogt und Mathias Arians, die leider alle Champions-League-Spiele des SV Werder für Radio Bremen kommentieren, sollte man mal ihre Moderationen transkribieren lassen. Wenn ihnen dabei nicht übel wird, ist wohl nichts mehr zu retten. Besonders Mathias Arians dürfte wohl beim heutigen taz-Test „In welcher Schicht lebe ich eigentlich?“ (A) ankreuzen:
Sie sprechen eine Mischsprache aus Deutsch mit nichtdeutsch geprägter Verkürzungsgrammatik, denn hey Alter, brauchst du nicht Goethe, versteht man alles auch so. (A).
