Am 11.9. eine kleine Dreisatz-Aufgabe für alle Freunde von Verschwörungen: Lösen Sie X:
Am 11.9. eine kleine Dreisatz-Aufgabe für alle Freunde von Verschwörungen: Lösen Sie X:
In letzter Zeit bin ich ja auch eher ein Googlianer geworden. Für die meisten Fragen des täglichen Bedarfs reichte das. Im aktuellen Suchmaschinen-Newsletter fand ich heute den Hinweis auf seekport.de, eine Suchmaschine, die im Bereich deutsch(sprachig)er Seiten besser als Google sein will. Behauptet jedenfalls Ranjit Dhuru, Geschäftsführer der „Aftek Infosys“.
Ein erster Test mit der Suche nach „Kulturnation“ ergab jedenfalls ganz interessante Treffer, die mir so bei Google noch nicht untergekommen sind. Interessant auch, daß man die Ergebnisse auf bestimmte auf Themenbereiche einschränken kann. Werde ich also mal beobachten.
Marcus möchte was wissen (nee, eigentlich nicht):
„Mir muss mal jemand erklären, was schlecht daran ist, bis zu knapp 1000 Euro netto mit einem dieser schlimmen 1-/2-Euro-Jobs zu verdienen.“
Hmm, ich rechne mal kurz:
1000€ / 2€ = 500h
500h / 20AT = 25h/AT
Ja, das paßt. Bei einem Monat mit 20 Arbeitstagen muß man nur 25Std/Tag arbeiten, dann kommt man mit einem besserbezahlten 2€-Job auf 1000€ Monat. Aber wahrscheinlich meinte er das doch anders.
Aber vielleicht ist es nicht egal, daß das eben doch nicht so ganz ist? Kann er ja mal nur einer ALO-Beratung gehen. Wenn es ihm nicht egal ist. Und er eh nur Recht haben will.
Und vielleicht ist es auch nicht egal, daß dieser zweite Arbeitsmarkt den ersten bedroht? Warum sollte eine Kommune noch voll ausgebildete Kindergärtnerinnen zum (eh nicht hohen) Tarif einstellen, wenn man sich einfach ein paar (nicht ausgebildete) SozH-Empfänger für n Euro holen kann?
Gerade die Bezieher hoher Einkommen und Besitzer großer Vermögen werden immer Mittel haben und Wege finden, sich einer Umverteilung zu entziehen.
Ja, kann sein. Aber daß eine Regierung als Vertreterin des ganzen Volkes (TM) es denen auch noch so leicht macht, ist eben eine andere Sache. Aber wenn das Volk (TM) inzwischen auch immer mehr neokon-Denke (?) im Kopf (?) hat und alles richtig findet, dann ist das vielleicht auch okay so. Und ist ja auch egal.
Jedenfalls in manchen Köpfen. Boah, is dat ekelich. Wie wäre es mit ner neuen TV-Show: „Wer denkt schlichter?!“ Meine Stimme hätte er.
Und da wir alle sparen müssen: Spare ich ma gleich n Link in meine Blog-Rolle, woll.
Für die Überschrift
Die Riesling-Terroiristen kommen
zu einem Wein-Artikel müßten PHILADELPHIA SABINE HERRE UND THILO KNOTT mit lebenslangem Glykol-Pansch bestraft werden.
Boah! Ist das ein geiles Tool! Für Leute, die wie ich irgendwann vor lauter Recherchedateien keinen rechten Überblick mehr haben oder aus längst vergessenen Ecken die Exposés zusammenschnüren möchten, empfehle ich x-friend! Läuft plattformunabhängig (sofern man JAVA installiert) auf dem eigenen Rechner – also keine Panik wegen der Sicherheit.
Toll! Toll! Toll!
(Ja! Ist Freeware!)
10 Stunden nach den mörderischen Ereignissen in Beslan zeigt das WDR-Fernsehen eine Wiederholung (!) einer b.trifft-Sendung. 10 Stunden nach einem entsetzlichen Terroranschlag. Eine Wiederholung. Also ohne zwingende Notwendigkeit, daß gerade diese Sendung wiederholt wird. Es hätte nur irgend jemand in die Datenbank schauen müssen. Um die Archivnummer einer beliebigen anderen b.trifft-Sendung herauszufinden. Um die aus dem Archiv holen zu lassen. Um die dann zu zeigen. Ungefährer Zeitaufwand: max. zwei Stunden. Stattdessen läuft wie geplant („Den Sendeplan in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“):
R.I.P.
Wenn man TexterInnen von Pressemitteilungen denken lesen kann, ist das manchmal schön. Heute z.B. bekam ich um 16.11h einen Verlagsnewsletter mit folgendem Text:
Der kanadische Autor, Jahrgang 1971, erzählt in seinem ersten Roman
die Geschichten zweier Männer, die auf völlig gegensätzliche Weise an
ihrem Streben nach beruflichem Erfolg und ihrer Sehnsucht nach Liebe
scheitern. Eindrücklich, leidenschaftlich und aufmerksam beobachtend
fragt der junge Autor nach der genetischen oder sozialen
Determiniertheit des individuellen Schicksals und nach der
Möglichkeit, das Glück haltbar zu machen.
Eine Entdeckung!
Schön, gell. Aber nicht schön genug. Denn eine Entdeckung machte wohl auch jemand im Verlag. Daß was fehlt. Also kam um 16.22h der Text, ohne daß eigens auf die Korrektur hingewiesen wird, noch eine Mail. Diesmal heißt es:
Der kanadische Autor, Jahrgang 1971, erzählt in seinem großartigen
ersten Roman die Geschichten zweier Männer, die auf völlig
gegensätzliche Weise an ihrem Streben nach beruflichem Erfolg und
ihrer Sehnsucht nach Liebe scheitern. Eindrücklich, leidenschaftlich
und aufmerksam beobachtend fragt der junge Autor nach der genetischen
oder sozialen Determiniertheit des individuellen Schicksals und nach
der Möglichkeit, das Glück haltbar zu machen.
Eine Entdeckung!
Und? Haben Sie es auch entdeckt?
Oooooh! Es geht weiter! Um 17.16h trifft folgender Text ein:
Der kanadische Autor, Jahrgang 1971, erzählt in seinem großartigen
ersten Roman die Geschichten zweier Männer, die auf völlig
gegensätzliche Weise an ihrem Streben nach beruflichem Erfolg und
ihrer Sehnsucht nach Liebe scheitern. Eindrücklich, leidenschaftlich
und aufmerksam beobachtend fragt der junge Autor nach der
Determiniertheit des individuellen Schicksals und nach der
Möglichkeit, das Glück haltbar zu machen.
Eine Entdeckung!
Ist das jetzt Gorilla-Marketing? 🙂

(gefunden in einem stern von 1960)
We are big in Japan Feuilleton.
Der Gedanke befällt mich jedenfalls immer mal wieder, wenn ich diese oder jene feuilletonhippen Themen, Bands oder Bücher zur Kenntnis nehme. Aber wahrscheinlich werde ich nur langsamabersicher zum alten Sack.