So richtig die sozio- und psychologischen Untersuchungen zum Begriff der „Distinktion“ sein moegen – das Phaenomen bzw. der Wunsch nach Distinktion ist wohl doch eher ein Zeichen von Armseligkeit. Ganz sicher aber das oberlehrerhafte Schlaumeiern, wenn einem der Wunsch nach Distinktion „nachgewiesen“ wird, nur weil man etwas nicht mag.
taz ma voll lustick
Liebe Seite-1-MacherInnen,
ihr Schlawiner, diesmal habt ihr mich aber nicht hereingelegt! Da habe ich gleich gemerkt, daß „Wir haben gedopt“ und die Bekenntnisse dopender RedakteurInnen nicht die Wahrheit-Seite ist. So humorlos sind nicht mal die W-Leute.
Während die bekennenden Abtreibenden im „stern“ etwas wirklich voll uncooles wollten, nämlich ein tabuisiertes Thema in die Öffentlichkeit bringen wollten, seid ihr viel raffinierter und macht euch über ein öffentliches Thema lustig. Das ist natürlich viel gescheiter. Quasi neun Mal gescheiter.
Herr Liebermann, den Eimer.
SWR2-Sommerschwerpunkt: 1957 plus – Die "Halbstarken Jahre"
SWR2 bietet seit heute einen sehr interessanten Sommerschwerpunkt:
1957 plus: Die „Halbstarken Jahre“
Lederjacken und Nietenhosen, Jugendkrawalle und Kinoskandale, zerlegte Bilder und zerschnittene Texte, Protestmärsche und pubertierender Pop. Der SWR2-Sommerschwerpunkt erinnert mit Hörspielen, Dokumentationen, Features und Essays an die Flegeljahre der Republik.
Ich habe mal einen Kalender dazu gebastelt, der alle 35 Termine bis zum 31.8.2007 enthält:


Tabori – R.I.P.
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Ein Interview mit dem 90jährigen Tabori findet sich in der ZEIT.
Das Cover ist von der CD „Autodafé – George Tabori erzählt aus seinem Leben“, erschienen bei Wagenbach.
Umlaut-Problem bleibt
Leider scheint es, dass der Flock weiterhin die Umlaute / Sonderzeichen nicht hinbekommt.
Schade.
Blogged with Flock
New Flock on the blog
Ich hatte ja schon mal vor einiger Zeit mit dem Flock gespielt; leider hatten die Abstürze mir etwas die Lust genommen, trotz der tollen Optionen. Jetzt ist also die Version 0.9 da und ich versuche es mal wieder. Obwohl der Opera für mich immer noch die Nr. 1 ist.
Blogged with Flock
Niemand hat die Absicht,
… ein verbotenes leistungssteigerndes Mittel zu nehmen.
Heute sehr gelacht, als ich in der taz die Gesamtwertung nach der ersten Etappe las:
188. und Letzter Aleksandr Kuschynski (Weißrussland) + 8:41 Minuten;
187. und Vorletzter Cédric Hervé + 4:15;
186. Stéphane Auge (beide Frankreich) + 3:54;
185. Mark Cavendish (Großbritannien) + 3:37;
184. Wim Vansevenant (Belgien) + 3:04;
183. David Zabriskie (USA) + 02:59;
182. Brett Lancaster (Australien) + 02:15;
181. Ruben Lobato (Spanien) +1:51;
180. Danilo Napolitano + 1:33;
179. Enrico Degano (beide Italien) + 1:30
Angemessen, irgendwie.
Karl, mir graut vor Dir
C., der letzte Erbsenzäh Realist der Literaturkritik. Kafka hätte keine Chance gehabt.
Das Corino
Einer der letzten Vertreter der zwischenzeitlich als ausgestorben geltenden Spezies pisum computus literaricum. Nur noch in geschützten Bereichen wie dem Kulturfernsehen oder dem Feuilleton anzutreffen. Schlägt mit seinem meist unerträglich selbstgefälligen Verfehlen von Texten und dem chronischen Verwechseln von Literatur mit dem Leben den homo sapiens sapiens in die Flucht. Wird sich daher aus Mangel an Gelegenheit wohl nicht mehr fortpflanzen.
BP 2007
Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr den Bachmann-Bewerb ignorieren. Und dann hat die Sucht doch wieder gewonnen und ich schaute die Streams des ersten Tages. Was den Vorteil des FF hat. Die Lesungen: Uih, uih. Aber das war eh‘ in den vergangenen Jahren konstant abnehmend. Und wer erst einmal einen Tellkamp-Text als Sieger sah, den wird nichts mehr erschüttern.
Seit IR die Jury leitet und Jahr für Jahr durch offensive Bekenntnisse des Nichtverstehens überzeugte, wurde es zudem immer wurschtiger; und mit BSs Wegggang war für mich der letzte Grund des Schauens und Hörens entfallen. Aber die Sucht eben…
Doch was die diesjährige Jury gestern an „Meinen“ ablieferte, kam einer Selbstdemontage gleich. Da wurde nur in den wenigsten Momenten begründet, das Statement überwog. Furchtbar. Also: Selber lesen, so ein Preisschauen ist ja auch Lebenszeit (Dank für den Hinweis, Frau R.).
Hauptsache, es klingt gut?
Ob sich die Leute bei der Namensfindung irgendwas gedacht haben? Oder irgendwas „klingelte“? Aber wahrscheinlich ist der Name schlauer als die Ladenbetreiber…
Kleinbürgertest
Inzwischen dürfte der Satzbeginn
Also, ich wähle schon Grün, aber…“
ausreichen, um kleinbürgerliche Spießigkeit zu attestieren.

