Ursula und die Kaninchen

An die berüchtigten Herrensitzungen des Kölner Karnevals fühle ich mich heute bei der Betrachtung dieses FAZ-Plakats erinnert.
Ursula vdL wirbt für die FAZ
Ist die Verbindung von 7facher Mutter & Familienministerin zu einem großen Haufen Kaninchen (selbst-) ironisch, ausgebufft, blöd oder den Werbern einfach nicht klar gewesen?

Hoffnungslos

Um sich vor dem Irrsinn der allgegenwärtigen Verblöder zu schützen, sollte man auf jeden Fall darauf verzichten, Waschzettel oder Verlagswerbungen zu lesen.
Richard David Prechts Buch „Wer bin ich – und wenn ja wie viele? – Eine philosophische Reise“ wird u.a. so beworben:

Eine faszinierende Reise in die Welt der Philosophie – Richard David Prechts Buch bietet Antworten auf die großen Fragen des Lebens

Ja, wahrscheinlich. Endlich, nach knapp 2.500 Jahren europäischer Philosophie, die blödsinnigerweise immer nur zu mehr Fragen führte, kommt sie nun endlich auf 400 Seiten zum Abschluß. Danke, lieber Goldmann-Verlag!
Ach ja: Wer bin ich und wenn ja wie viele? sei angeblich, so erzählt Richard David Precht, ein Satz seines Freundes Guy Helmingers sei, vor zwei oder drei Jahren gesprochen.
Mag sein, daß Precht ihn da her hat. Der Satz kam allerdings schon 1986 in Dani Levys Film-Erstling „Du mich auch“ vor, in dem dieser nach einer Trennung in seinem leergeräumten Zimmer sitzt, meditiert und eben diesen Satz spricht. Nur mal so nebenbei.

Sprecher (1)

Peter Matic
Peter Matic
Gerade hörte ich ihn in einem Feature der ORF. Er las Texte von Marianne Fritz derart lebendig, daß die nicht gerade leichten Sätze lebendig wurden. Peter Matic zeigt, daß Sprechen mit Denken und Verstehen zusammenhängt.
(Und hiermit beginne ich eine kleine Reihe über Sprecher ud Sprecherinnen, die für mich sehr wichtig sind.)

n räddsel

Heute mal ein Rätsel aus der schönen bunten Produktdesignwelt: Welches Produkt wird durch dieses Foto optisch aufgewertet?
Welches Produkt wird durch dieses Foto optisch aufgewertet

  • Zahnweiß
  • Rasendünger
  • Locher

Die Auflösung läßt mich an einen klassischen Herrensitzungswitz denken… (Die Dame ist selbstvertändlich auch auf der Verpackung des gesuchten Produkts abgebildet.)

Na, dann mach ma

Bundesregierung Aktuell meldete heute um 18.00:
Schach macht klug und Freunde
Da wiehert doch der Springer. „Freunde machen“ – naja, der Schwabe kann halt alles außer Hochdeutsch…

Sibylle Berg – wieder einmal

Ich freue mich immer auf und meist über die Texte von Sibylle Berg. Diesmal, in „Sushi geht immer“ hat sie die feine Idee, daß manche (zu) hochpreisige Wohnung von den Angebotsseiten verschwinden und auf einem Gnadenhof landen.
„Da sitzen traurige Top-Immobilien in bevorzugter Wohnlage und fühlen sich ungeliebt. Die Wohnungen trinken Roibush-Tee, das tut man heute in ihren Kreisen, schmeckt eklig, hat aber was mit Dritter Welt zu tun, und ist darum hip – und warten auf ihre Besitzer.“
(Alles lesen.)

WordPress 2.3 ist draußen

Beim Schockwellenreiter sah ich gerade: WordPress 2.3 ist draußen. Einerseits soll es ein paar Erweiterungen geben, durch die man Plug-Innereien sparen kann. Andererseits meldet er:

Allerdings wurden in v2.3 einige Datenbank-Tabellen geändert, so daß es bei diversen Plug-Ins sein kann, dass diese nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. (…) Vorsicht ist also die Mutter der Porzellankiste und ein Backup vor einem Update war sowieso noch nie eine schlechte Idee.

Letzteres ist natürlich sehr richtig 🙂

Sie begreifen es nicht…

In der WAZ verteidigt Ruhrbischof Genn ons‘ Kardinal Meisner

Essen (ots) „Ich kann das Anliegen der Predigt verstehen, auch wenn ich nicht den besetzten Begriff gebraucht hätte“, erklärte Genn gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Dienstagausgabe). […] „Was Meisner sagen wollte ist, dass Kunst, die den Transzendenz-Bezug (Überschreitung der Grenzen des Verstandes) vermissen lässt, Kopf und Hirn fehlt“, erläutert der 57-Jährige. Kunst ohne Gottesbezug sei weder herzlich noch vernünftig.

Ja, genau. Und das ist sowas von kunst- bzw. weltfremd, daß mir der Kopf schon vor lauter Schütteln schmerzt.

Reclaim the windows

Heute kam ich auf dem Hohenstaufenring an einem Geschäft vorbei, das den Räumungsverkauf auf den Fenstern bekanntgab. Allerdings hatte mein Lesevermögen eine leichte Irritation zu verarbeiten.
Ladenfenster_01
Ladenfenster_02
Ich weiß allerdings nicht, ob die – nun ja: mittelmäßig witzige – Umkleberei
– Anti-Shopping-Aktivisten,
– entnervten Angestellten oder
– einer Guerilla-Marketing-Strategie der Geschäftsführung
zu verdanken ist…