
Und wo ist Snoopy?
Schlamm schlachten
Als ich damals den Bericht von Andrea zu Andreas Veranstaltung „Thor Kunkel liest an Führers Geburtstag im I.G. Farben-Haus“ (Titel von mir!) las, wurde mir mal wieder klar, daß die Generationen nach uns nicht das lernen, was wir gelernt haben. Und daß Menschen, die sich um das kulturelle Leben an einer Uni kümmern wollen, dieses Datum aber nicht präsent haben, läßt mich regelmäßig zu einer Flasche „Lethe Spätlese“ und Brecht greifen.
Andererseits hat ihr Bericht meinen TV-Macher-Ekel mal wieder gesteigert – daß sich die Leute von der „3sat-Kulturzeit“ so benommen haben (sollen), war doch erschütternd.
Gut. Aber was jetzt in Frankfurt abgeht, ist dann doch grauenhaft. Nachzulesen bei Andrea selbst, bei chuzpe, beim rebellmarkt und in der FR.
Nebenschauplatz
Während die Griechen es aber mal so richtig spannend machten (gäääääääähn), habe ich nebenan was zur medialen Präsenz des Mopses zusammengesucht. Mit „Möpse“ wäre ich wahrscheinlich fündiger geworden (5 Euro für diesen Kalauer gehen in die Napf-Kasse).
Und noch mal Radio
In WDR 3 open: WortLaut heute von 23.05-24.00h eine Sendung über den israelischen Schriftsteller Etgar Keret „zwischen Selbstmördern und Liebenden“. Der uns interessiert, seit wir etwas bei random items gelesen haben. Daß WDR3 nicht gestreamt wird, ist natürlich ein Versäumnis!
Und ewig lockt der Titel
So, wie ich früher leidenschaftlich gern die Verlagskataloge las – versprachen doch schon die Titel Leseabenteuer -, so sind auch Programmankündigungen von Radiosendungen manchmal große Vorfreudeproduzenten.
Heute abend auf WDR 5 von 20.05-21.00h eine Sendung mit fast barockem Titel:
Mehr Informationen zur Diskussion mit Kathrin Röggla, Dirk Kurbjuweit, Thilo Bode und Martin Hecht hier. Und online hören geht auch.
Gelungene Mehr-Informations-Präsentation (MIP)
Auf den Publikationsseiten des Gottlieb Duttweiler Institut überzeugen die Seiten, die mehr Informationen zu den Büchern versprechen. Das klickbare Bild ist genauso groß wie das dann erscheinende, es steht keine einzige zusätliche Information bei „mehr dazu“ (nicht mal der Preis!) – also rundum gelungen!
Das GDI ist laut Selbstauskunft übrigens der älteste und unabhängigste Think Tank der Schweiz…
ORF-Kolleg: Creative Industries
Diese Woche (Mo.-Do., jew. 09.05-09.30h und Wdh. 22.15-22.40h) im ORF-Radiokolleg
(ORF-Livestream):
Creative Industries
Wie sich mit guten Ideen Geld machen lässt, zeigt ein Lokalaugenschein in den Epizentren der Kreativwirtschaft, in London, im 7. Wiener Gemeindebezirk oder auch in der Schweizer Kleinstadt Biel, dem Headquarter von Brainstore, einer Ideenfabrik, die nicht auf den Geistesblitz einzelner kreativer Köpfe, sondern auf die industrielle Produktion von Ideen setzt.
Mehr hier.
BP – what a fart
Anmerkungen zu chuzpes Beitrag:
Also, wir fühlen uns nach 2,5 Tagen BP per Schnelldurchlauf on Video auch nur noch leer und gefrustet. Ist dieses Jahr von der Qualität der Texte eher wie das Bezirksliganiewo der meisten EM-Spiele. Ganz vereinzelt blitzen kleine gute Sachen auf (die Sabato mit einem gut komponierten Text), aber sonst zu viel Quaak. Wobei für mich Literatur nicht immer „direkt“ sein muß (z.B. lese ich gerade Svevos „Cosini“ – überhaupt nicht direkt, aber eben sehr gut; und Jean Paul – dem der JP-Forscher und Juror Norbert Miller immer ähnlicher wird – ist großartig, ohne direkt zu sein). Dafür ist Literatur doch ein zu weites Feld, um es auf einen Strang festzulegen. (Und das FAZ/FAS-Möchtegern-Fäultong, cuzpe, ist eh unlesbar.)
Die diesjährige Jury ist sicher besser als die im letzten Jahr (Hysterie-Radisch raus! Und Martin Ebels Mantra-Satz „Der Text will doch gar nicht mehr“ spricht nicht nur gegen die Texte; und die „Ich habe mal ein Gedicht über die 9 geschrieben“-Rakusa… Erfrischend nur Nüchtern; und immer gut Spinnen; und die Strigl angenehm ruhig-bestimmt. – Ach nee, 2004 war schon a schaas…
Mein Tip für den Bachmann-Preis: Tellkamp – schau ich doch mal. – Ja, stimmt 🙂 Immerhin, Sabato hat auch einen Preis bekommen.
duck on the run
Vor kurzem kursierte ja die Fotos mit den Entenküken, die im Gulli verschwunden waren. Ob das nun (Kalauer) eine Ente war oder nicht – keine Ahnung. Aber die Kölner Polizei hat interessantes zu melden:
POL-K: 040625-2-K Enten auf Abwegen
Preislesen
Ich habe ja heute nur hier & da kurz und möglichst nicht ausführlich über den ersten Tag chez Ingeborg gelesen. Weil hier die VHS (longplay) wartet, um von uns gesehen zu werden. Die wenigen registrierten Kommentare lassen mich überlegen, ob ich mir noch schnell 2-3 Bier vom Büdchen hole, bevor die torTour der Lidderadur beginnt. Allerdings frage ich mich, ob es – nach Betrachten der Autorinnenfotos – nicht besser Prosecco sein sollte. Denn, Ekel das ich bin und den ich hab, schließe ich von den Photographien auf die Texte, und das macht mich ganz betroffen, du. Na, muß man gezz duach, woll.
Schön, daß ich gerade bei Goetz im Abfall von vor 6 Jahren Do., 23.6., nachlese. Und dort u.a. finde:
1013. Klagenfurt läuft wieder, Thomas Hettche spricht. Ich dachte gestern, ich muß es auslassen, sonst kann ich mich nicht konzentrieren. Ich kann es aber nicht auslassen, es ist einfach zu geil. Im Porträt des jetzt eben lesenden – viel wichtiger: da wird gerade eine hübsche junge Frau im Publikum supernah gefilmt, wie sie sich von oben in den Ausschnitt faßt, ganz gedankenverloren. Hopla. Mit Sekunden- verzögerung kommt das jetzt auch der, wieder mal komplett geisteskranken Bildregie bißchen komisch vor, und sie zieht sich zittrig zurück, schaltet dann wieder auf was anderes.
1144. Thomas Hettche liest ein Häppchen Text vor, sucht nach Worten, aber das Entsetzen ist einen Moment lang zu groß. Der Text ist nämlich Müll. Dann erklärt er seine Einwände, Fragen. Er hat so eine angenehme, ernsthaft heitere, insistierende und doch ganz unpolemische Art. Dann antwortet Frau Radisch.
Nachtrag. um 01.38h: Haben gerade den ersten Tag fertig gesehen.
KANN BITTE JEMAND DIESES FRAU RADISCH NACH HAUSE SCHICKEN?!
Danke, ganz lieb.
He, Brudärr
Oh! Das neue Fantômas (Nr. 5, „Staat und Autonomie“) –
schwäärä Kosd, Brudärr!
brech
Ob Beckmann sich eigentlich zuhört?
